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[Zitate aus älterer Literatur]

Cornelius Gurlitt

in: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler in Sachsen, Heft 41, Amtshauptmannschaft Meißen – Land, 1923, S. 103.

Das sogen. Steingut im Oberdorfe ist ein schlichter Bau. Drei Flügel legen sich um einen fast geviertförmigen kleinen Hof. Obgleich manche Formen auf größeres Alter weisen, so die im Erdgeschoss 1,5 m starke Bruchsteinmauer des dreigeschossigen Flügels, so gibt doch nur die Jahreszahl 1800 am Hoftor und an der Haustüre Aufschluss über die Entstehungszeit dieser Bauteile.

Karl Julius Hofmann

aus: Hofmann, Karl Julius: Das Meißner Niederland : in seinen Naturschönheiten und Merkwürdigkeiten oder das sächsische Italien in den Meißner und Dresdener Gegenden mit ihren Ortschaften ; ein Volksbuch für Natur- und Vaterlandsfreunde, Dresden, Leipzig 1844, S. 519f.

Burkhardtswalde, ein offizieller Marktflecken ohne städtische Gerechtsame, unter der östl. sanft ansteigenden Seeligstädter, mit der Lampertsdorfer verbundenen Höhe, 2 Stunden von Meißen entfernt gelegen, umfaßt 17½ Hufen, hat 36 H.  und gegen 400 E. , zeigt eine alterthümliche, mit Schiefer gedeckte schöne gotische Kirche mit 2 Thürmen, neue Pfarre, wie auch ein neues von den 2 Schulhäusern, ein Freigut, große Erbgerichtsschenke mit Brauerei, hat mehrere starke Güter, auf deren einen sich sehr edle Schäferei befindet, reiche Obstkultur, Kalk- und Schieferbrüche und gangbare (dem Minister von Einsiedel gehörige) Eisensteinlager. Die zwei stark besuchten Jahrmärkte entstanden jedenfalls schon im 14. Jahrh. durch die häufigen Wallfahrten zu dem ehemaligen wunderthätigen Marienbilde in hiesiger Kirche; diese selbst lag als uralte Kapelle an dem damals zur nahen Burg Groitzsch gelegenen Walde, von welchem der Ort nach dem Namen eines ehemaligen ritterlichen Besitzers desselben, Burkhardt, die jetzige Benennung erhielt. Das Kloster Zelle  hatte hier jedenfalls frühest einen Klosterhof, welcher wahrscheinlich das (dem Oekonom Paul Lommatzsch gehörige) sogen.  Steingut war, das in alterthümlichen Baue mit ellenstarken Mauern schon Jahrh. der Zeit trotzt und, mit der Kirche genau verbunden, einen histor. Zusammenhang mit dem Marktrechte haben soll. Ich halte es als eine Art Nebenabtei für den ehemaligen Sitz eines zella´schen Offizials, welcher wegen dem starken Wallfahrtswesen und sonst sehr wichtigen Kirchendienst, was eine Menge Priester nöthig machte, damals hier eingesetzt ward, zumal noch vordem der Kirchensprengel sehr umfänglich war und vor nicht langer Zeit hier neben dem Pfarrer auch noch ein Diacon fungirte.  –  Gepfarrt hierher ist außer Munzig und den nahen Rothschönberger Pernhäusern nur noch das ¼ St. entfernte frei überm rechten Triebischufer gelegene Groitzsch, welches meist aus zerstreuten Häusern besteht, 5¾ Hufen, 38 H. und 260 E. hat; ein kleines Rittergut übt hier die Gerichte über einige Häuser, welches Kalkbruch nebst Kalkofen besitzt; übrigens steht das Dorf getheilt unter Rothschönberger und Wunschwitzer Gerichtsbarkeit. Der nahe am Triebischthale gelegene umwaldete „Burgberg“ ist die Stätte der längst verfallenen Burg Groitzsch; ob diese der berühmte Sorbenfürst, Graf Wipprecht von Groitzsch, nächst der gleichnamigen, im 11. Jahrh. gegründeten, Stammburg bei Pegau ebenfalls hier erbaute, bestätigt keine Urkunde.

(Wir danken Ronald Galle für die Abschrift.)

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